Tipps & Tricks im Februar

Weiher

Laichschutzbox

Alle Jahre wieder im Februar/März beginnt seit Tausenden von Jahren das Leben in unseren Weihern, Teichen oder Tümpeln aus der Winterruhe zu erwachen. Der Grasfrosch ist der erste unserer Froschlurche, die unsere Gewässer beleben. Sobald er sein Laichgeschäft abgeschlossen habt, erscheint auch gleich der Bergmolch mit seinem schön orange leuchtendem Bauch im Tümpel. Je nach Temperatur und Natürlichkeit des Gewässers ernährt sich der Bergmolch von den nahrhaften Grasfroscheiern oder den frisch geschlüpften "Rossköpfen". Bei kleinen Populationen - vor allem im Siedlungsgebiet - ist der Frassdruck von Molchen, Katzen, Vögeln und sogar von unseren Wasserschnecken auf den Grasfrosch während eines Jahres so gross, dass diese vor unseren Augen innert weniger Jahre still und leise verschwinden.

Um eine überlebensfähige Population zu erhalten, sollten jährlich mindestens 5 Laichballen des Grasfrosches zu beobachten sein. Ist die Ballenzahl geringer, ist mit völligem Verschwinden dieser beliebten und noch "bekannten" Froschart zu rechnen.

Können wir hier helfen? JA!

Unsere während Jahren eigens für Grasfroschlaich entwickelte Box schützt Ihren Froschlaich speziell während der ersten Wochen, in denen der Verlust durch Fische, Molche, Vögel, Schnecken und andere Räuber unverhältnissmässig gross ist.

Laichschnüre von Erdkröten werden nicht oder nur sehr ungern gefressen. Diese bedürfen keines speziellen Frassschutzes.

Wandertrieb der Amphibien erwacht jetzt!

Unsere geschützten Frösche und Kröten erwachen und kehren bald zu ihren Laichplätzen zurück.

Es ist wieder soweit. Nichts und niemand kann sie aufhalten. Grasfrösche und Erdkröten wandern ihrem Urinstinkt folgend zu ihren Laichplätzen in kleineren oder grösseren Gewässern. Dabei müssen sie fast überall eine oder mehrere Strassen überqueren, was für viele Tiere tödlich endet. Es ist absolut bedrückend und traurig, die totgefahrenen oder - noch schlimmer - die verletzten Tiere auf der Strasse liegen zu sehen. Alte, langbestehende Wanderwege der Amphibien sind heute meist bekannt, und es gibt verschiedene Hilfsprojekte um die Tiere vor dem Strassentod zu bewahren. Es gibt aber immer mehr neuangelegte Biotope in Gärten oder Anlagen, die von Amphibien gerne angenommen werden. Leider entstehen dann im Frühling neue unkontrollierbare Wanderungen, die allzu oft auf der Strasse enden. Jeder glückliche Besitzer eines Amphibienteichs sollte sich auch für das Wohl der Tiere verpflichtet fühlen. Die Grenze am Gartenzaun gilt nicht für Frosch und Kröte.

Als Jungtiere wandern sie weg und legen dabei beträchtliche Distanzen von wenigen Metern bis zu mehreren Kilometern zurück. Nach zirka vier Jahren kehren sie als erwachsene Amphibien zurück, um sich in ihren Geburtsgewässern das erste mal zu paaren. Strassen, die in der nahen oder weiteren Umgebung eines Teiches vorbeiführen" sollten von Ende Februar bis Ende März abends von 19 bis 22 Uhr abgesucht werden, vor allem wenn es regnet. Dazu braucht es eine Lampe und ein Gefäss mit Deckel. Wichtig ist, dass man darauf achtet, die geretteten Tiere in ihrer Wanderrichtung möglichst schnell in den Teichen wieder auszusetzen. Es lohnt sich zudem auch, Schächte entlang der Strassen zu kontrollieren. Retten sie hinuntergefallene Tiere nur zu zweit oder holen sie Hilfe. Die Gemeinde oder die nächste Naturschutzgruppe geben Auskunft.

Bei solchen Aktionen trägt man gut sichtbare Kleider, wenn möglich mit reflektierenden Streifen. Der Dienst an den Strassen ist gefährlich! Keine Risiken eingehen! Luftschächte bei Häusern sind für viele Tiere Todesfallen. Mäuse, Käfer, Molche, Feuersalamander und Amphibien fallen durch die groben Gitter. Ein Entkommen aus diesen Gefängnissen gibt es nicht. Die Tiere verenden in der Regel elend. Am besten kontrolliert man Luftschutz- oder Kellerschächte am Abend. Mit einer Giesskanne lässt man Wasser in die Tiefe regnen, so lockt man eventuell verkrochene Tiere hervor. Amphibien kann man gut mit den Händen fangen. Käfer schubst man in ein Glas, Mäuse fängt man am besten mit einer Falle und entlässt sie dann in Freiheit.

Nach dem Kontakt mit Tieren Hände waschen!

Schächte gehören unbedingt abgedeckt mit feinmaschigen Fliegen- oder Drahtgittern.
Es gibt solche auch aus flexiblen Kunststoffgewebe.