Tipps & Tricks im August

Obst- und Gemüsegarten

Vom Fruchtansatz überladene Äste von Obstbäumen abstützen.

Jetzt ist eine gute Zeit, um den Sommerschnitt bei Apfel, Birne, Kirsche, Johannisbeere und Stachelbeere vorzunehmen. Himbeerruten nach der Ernte über dem Boden abschneiden und das Holz verbrennen.

Von reichlich tragenden, gesunden Erdbeerpflanzen Ableger nehmen und auf ein neues Beet pflanzen.

Ab Mitte bis Ende August Spitzen der Tomantentriebe auskneifen, da die sich jetzt noch bildenden Früchte kaum noch erntefähig werden.

Knoblauch und Zwiebeln ernten, wenn die oberirdischen Pflanzenteile vergilbt sind.

An Aussaaten im Freiland bieten sich Chinakohl, Feld- und Wintersalate, Portulak, Radieschen, Spinat, Winterrettich und Zuckerhut an; Knoblauchzehen für die Ernte in nächsten Jahr jetzt stecken.

Jungpflanzen von Endivien, Grünkohl, Kopfsalat und Winterzwiebeln auf Beete umsetzen.

Es lohn sich, Rosenkohl mit einer dünnen Lage Kompost zu düngen und zusätzlich zu mulchen.

In den Gemüsekulturen auftretende Kohlweisslingsraupen absammeln, den Porree auf einen Befall mit der Lauchmotte überprüfen und die Möhren anhäufeln als Schutz gegen die Möhrenfliege.

Es reicht bei Kürbis vollkommen aus, zwei Früchte pro Pflanze zu belassen; die restlichen weiblichen Blüten auskneifen.

Abgeerntete Flächen mit Gründüngung versehen, keine Kreuzblütler wie Senf in mit Kohlhernie befallene Beete einsäen.

Wildfrüchte, wie Brombeeren, Hagebutten, Heidelbeeren, Holunder und Schlehen nicht in direkter Nähe stark befahrener Strassen sammeln, mindestens einen Abstand von 300 Metern wahren.

 
Kräutergarten

Kräuter wie Basilikum, Bohnenkraut, Estragon, Majoran, Salbei und Thymian vor der Blüte abschneiden, bündelweise zusammenbinden und an einem trockenen, schattigen und luftigen Ort trocknen.

Die Blätter der Kapuzinerkresse schmecken sehr aromatisch und finden Verwendung zu Rohkostsalaten; mit den Blüten wird dekoriert.

Aussaat von Liebstöckel, Petersilie und Schnittlauch vornehmen.

 
Naturgarten

Vogelkästen, die keine zweite Brut enthalten, säubern; das Nistmaterial wegen der vielen Parasiten vergraben.

Beim Neubau von Steinmauern Niststeine für Höhlenbrüter und Mauersegler unterbringen. Diese viereckigen Zementsteine gibt es auch bei den Naturschutzverbänden zu kaufen.

Die zweite Generation vieler Schmetterlingsarten befindet sich jetzt im Raupenstadium, deshalb die Wildkräuter stehen lassen.

Wespen und Hornissen nicht sinnlos bekämpfen. Sie sind grundsätzlich friedfertige Tiere, die sich von Pflanzensäften ernähren und Insekten an ihre Nachkommenschaft verfüttern; von daher zählen sie durchaus zu den Nützlingen. Störende Wespen in Flaschen fangen, die vorgegorene Flüssigkeiten enthalten.

Schaum an Pflanzen (Kuckucksspucke) ist ein Schutz von Zikadenlarven gegen ihre Feinde und wird nicht entfernt.

Rankpflanzen an den Gerüsten in die gewünschte Rankrichtung binden.

Die Samen verblühter Wildpflanzen über Winter kühl und trocken lagern.

 
Ziergarten

Werden von Sonnenblumen Samen gewonnen, wartet man, bis die Kapseln ganz reif sind.

Sind Rosenblätter an Mehltau und Sternrusstau erkrankt, stark befallene Blätter absammeln, damit sich die Krankheitserreger nicht im Boden sammeln.

Bei Trockenheit Kübel- und Balkonpflanzen reichlich giessen und bis Ende des Monats noch wöchentlich düngen. Alle zwei bis drei Wochen vorsichtig die Bodenoberfläche lockern. Verblühtes ständig auszupfen, und vergilbte oder erkrankte Blätter entfernen.

Von Geranien können jetzt Stecklinge genommen werden, die in feuchtem, sandigen Boden rasch wurzeln.

Kaiserkronen und Madonnenlilien schon in diesem Monat pflanzen; dies garantiert eine üppigere Blüte als im Spätherbst gesetzte Zwiebeln.

Stauden, die im zeitigen Frühling geblüht haben, wie Herzblume und Tränendes Herz, können jetzt gut geteilt und umgesetzt werden.